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Ausblick: Arbeitsmarkt und Recruiting 2025

Lisa Schlegel
 • 
Aktualisiert am 
6.3.2025

Mitarbeiter:innen finden?

Workwise löst deine Recruiting-Herausforderung:

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Lea Pietsch
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2025 wird die deutsche Wirtschaft nur minimal wachsen. Doch das ist kein Grund, in Schockstarre zu verfallen und bessere Zeiten abzuwarten. 

Megatrends wie der demografische Wandel und der Vormarsch neuer Technologien wälzen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um. Unternehmen müssen jetzt handeln und sich Future Skills ins Unternehmen holen, um nicht abgehängt zu werden. 

Mit einer vorausschauenden Personalplanung legst du 2025 den Grundstein dafür, dass dein Unternehmen langfristig erfolgreich bleibt. 

Die Wirtschaftslage 2025: Flaute ohne Aussicht auf Besserung?

Der Blick auf die Prognosen zur Wirtschaftsentwicklung 2025 bietet wenig Anlass für Vorfreude. 

Die allgemeine Grundstimmung: 2024 lief schon nicht gut und im nächsten Jahr wird es auch nicht besser. Tatsächlich noch schlechter, als wir erwartet haben. 

Vom Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) über die EU-Kommission bis hin zur Bundesregierung – der Großteil der relevanten (Wirtschafts-) Institutionen hat die Konjunkturprognosen für Deutschland 2025 zuletzt nach unten korrigiert. 

Die Erwartungen an das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr bewegen sich zwischen -0,5 % und 0,5 %. Die Meisten gehen allerdings davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr schrumpft. 

Und im nächsten Jahr? 

Die Prognosen sagen zwar aus, dass das BIP 2025 wieder wachsen wird, doch von Aufatmen kann noch keine Rede sein: Ja, die Wirtschaftsleistung soll wieder wachsen. Allerdings werden wir laut dem Großteil der Berichte nicht über 1 % hinauskommen. 

Damit sehen die Erwartungen für Deutschland schlechter aus, als für die Eurozone insgesamt: Der Internationale Währungsfonds rechnet hier beispielsweise mit einem Wachstum von 1,2 %. 

Warum sehen die Prognosen für die deutsche Wirtschaft so düster aus? 

Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen uns gesamtwirtschaftliche Analysen” beim IAB, führt die schwache Wirtschaft auf 3 Faktoren zurück: 

  • Der zurückhaltende Konsum in Deutschland selbst. 
  • Steigende Zölle und eine niedrigere Exportnachfrage. 
  • Vorsichtiges Investitionsverhalten. 

Gleichzeitig gibt es aber auch positive Entwicklungen

Im Oktober senkte die Europäische Zentralbank (EZB) zum dritten Mal in 2024 die Leitzinsen

Niedrigere Zinsen bedeuten, es ist für Unternehmen günstiger, in die Entwicklung der Organisation zu investieren. Auch Privatpersonen können so günstiger Kredite aufnehmen und persönliche Projekte angehen wie zum Beispiel den Bau eines Hauses. 

Zusätzlich sinkt die Inflation in Deutschland, während die Löhne durchschnittlich steigen. Insbesondere die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns und neue Tarifabschlüsse sorgen für den Anstieg des Lohnniveaus in 2024. 

Das heißt: Die Kaufkraft in Deutschland steigt. 

Experte Enzo Weber rechnet allerdings nicht damit, dass sich diese Faktoren stark auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nächsten Jahr auswirken werden. 

Die Menschen sind verunsichert: 

Knapp die Hälfte der Menschen, die der unteren Einkommenshälfte oder der oberen Mittelschicht angehören, befürchten, in Zukunft ihren Lebensstandard nicht aufrechterhalten zu können. Diese Sorgen spiegeln sich im Konsumverhalten wider. 

Die verschiedenen Krisen der letzten Jahre haben ihre Spuren hinterlassen und Unternehmen wie Privatleute sind mit größeren Investitionen und Ausgaben zögerlich. 

Personalplanung 2025: Bloß kein Risiko?

Die allgemein gedämpfte Stimmung der Wirtschaft wirkt sich auch auf die Personalplanung der deutschen Unternehmen aus: 

Obwohl passende Mitarbeiter:innen die wohl wichtigste Investition in die Entwicklung eines Unternehmens sind, halten sich die deutschen Firmen aktuell im Recruiting sehr zurück. 

Das ifo-Beschäftigungsbarometer zeigt die Stimmung in deutschen Unternehmen an. Die Betriebe werden regelmäßig dazu befragt, wie sich die Anzahl der Beschäftigten in den nächsten drei Monaten entwickeln wird. 

Im Oktober ist der ifo-Wert im Vergleich zum Vormonat erneut gefallen – und zwar auf das niedrigste Level seit der Corona-Pandemie im Juli 2020. 

Besonders negativ schaut die Industrie in die Zukunft. Im Dienstleistungssektor gleichen sich positive und negative Signale aus. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schließt sich dieser Einschätzung an

Die IAB-Expert:innen gehen zwar davon aus, dass im kommenden Jahr in der Industrie nicht unbedingt Stellen abgebaut werden – denn neue Mitarbeiter:innen zu finden, ist und bleibt schwierig – doch mit Nachbesetzungen werden Industriebetriebe voraussichtlich zurückhaltend sein. 

Währenddessen sind der öffentliche Dienst, der Gesundheits- und der Erziehungsbereich die Sektoren, bei denen mit der größten Nachfrage nach neuen Mitarbeiter:innen gerechnet wird. 

Industry 5.0: Megatrends sorgen für Bewegung

Die offenen Stellen, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind, gehen im Oktober zurück, die übliche „Herbstbelebung des Arbeitsmarkts” bleibt 2024 aus, für das nächste Jahr sind kaum Neueinstellungen geplant. 

So geht’s im Schritttempo durch die Wirtschaftsflaute. 

Aber ist das auch die richtige Strategie? 

In Sachen Wirtschaftswachstum mag Stillstand herrschen, aber das heißt nicht, dass sich gar nichts bewegt: 

Wie eine starke Unterströmung bewegen sich Megatrends weiter und verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. 

Zu den Megatrends zählen: 

  • der demografische Wandel 
  • der Klimawandel 
  • die Entwicklung neuer KI-Technologien 

Vielleicht nicht von heute auf morgen. Dafür aber tiefgreifend. Und wer nicht aktiv wird und schwimmt, treibt immer weiter weg vom Ziel. 

Die EU-Kommission hat unter dem Titel Industry 5.0 einen Ansatz entworfen, wie die europäische Wirtschaft mit diesen Megatrends produktiv umgehen kann. Das Konzept verfolgt drei Kernziele: 

  • In der Industry 5.0 steht der Mensch im Fokus. Erfolg wird nicht nur an Umsatz und Profit gemessen, sondern auch daran, dass ein Unternehmen zum Wohlbefinden der eigenen Mitarbeiter:innen und der Gesellschaft beiträgt. 
  • Die Industry 5.0 wirtschaftet ressourcenschonend und trägt zur ökologischen Nachhaltigkeit bei. 
  • Die Industry 5.0 reagiert flexibel auf globale Entwicklungen und ist auch in Krisensituationen resilient und spielt international an der Spitze mit. 

Diese Transformationsziele sind sehr ambitioniert gesteckt und erfordern viel Engagement. Einerseits von der Politik, die durch den rechtlichen Rahmen die Entwicklung lenken und durch Subventionen sowie (Bildungs-) Initiativen unterstützen kann. 

🎙Podcast: Transformation im Unternehmen: Mit Verenas Tipps klappt der Veränderungsprozess!

Aber auch Unternehmen müssen handeln, um langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. 

Um hier nicht nur aufzuholen, sondern zum Vorreiter zu werden, kommt es auf vor allem auf 2 Faktoren an: 

  • Mitarbeiter:innen, die die nötigen Skills haben, um effektiv mit und an neuen Technologien zu arbeiten sowie dem richtigen Mindset, um Transformation voranzutreiben. 
  • Eine Unternehmenskultur und Arbeitsumgebung, die die Mitarbeiter:innen dazu befähigt, ihre Skills bestmöglich einzusetzen und beständig weiterzuentwickeln. 

Die Devise für 2025 sollte also lauten: Ja, wir bleiben vorsichtig und treffen Einstellungsentscheidungen nicht leichtfertig. Aber dabei verlieren wir nicht unsere langfristigen Ziele aus den Augen. 

Fazit: Recruiting 2025 – Fokus auf Schlüsselpositionen 

Die Personalplanung für das kommende Jahr ist nicht einfach. 

Auf absehbare Zeit werden wir uns in einer wirtschaftlichen Schwächephase befinden. Das bedeutet: Jede neu ausgeschriebene Stelle muss doppelt und dreifach hinterfragt werden. 

Fest steht aber: Gar nicht zu rekrutieren, ist auch keine Lösung. 

Im kommenden Jahr wird es darum gehen, mit gezielten Neueinstellungen die Grundlage dafür zu schaffen, dass das eigene Unternehmen langfristig den Zielen der Industry 5.0 gerecht werden kann. 

Und dafür braucht es die richtigen Menschen im Team: 

Das sind insbesondere Personen, die nicht nur die richtigen Skills für die ausgeschriebene Position mitbringen, sondern darüber hinaus anpassungsfähig sind. 

Die Megatrends werden die Wirtschaftsumgebung von Grund auf umkrempeln und uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellen und zum Umdenken zwingen. Daher brauchen Unternehmen Mitarbeiter:innen, die … 

… offen für Veränderungen und fürs immer wieder neu Lernen sind,

… die die bestehenden Strukturen hinterfragen

… und mit Kreativität innovative Lösungen entwickeln. 

Das sind die Future Skills, die Unternehmen in 2025 und darüber hinaus zum Erfolg verhelfen werden. Und jetzt ist der richtige Moment, sie in dein Team zu holen. 

Vorlage: Personalplanung 2025 leicht gemacht 

Gerade, wenn die wirtschaftliche Situation so angespannt ist, wie im kommenden Jahr, ist eine gute Planung im Recruiting das A und O. 

Lade dir jetzt kostenlos unsere Excel-Vorlage für deine Personalplanung 2025 herunter und behalte den Personalbedarf deines Unternehmens immer im Blick. 

So kannst du dein Recruiting-Budget optimal auf das Jahr verteilen und stellst sicher, dass alle Schlüsselpositionen zum richtigen Zeitpunkt besetzt werden. 

Bereite dich jetzt auf 2025 vor und erledige deine Personalplanung! 

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Lisa Schlegel

Content Marketing Managerin

Lisa Schlegel

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