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Lea Pietsch

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Quereinsteiger:innen: Deine Top-Mitarbeiter:innen von morgen

Was wäre, wenn auf einmal doppelt so viele Personen für deine Stelle infrage kämen, als du angenommen hast?

Das ist kein Wunschtraum. Das ist der Arbeitsmarkt aus Sicht der Bewerber:innen.

Die Google-Suche ist ein bewährtes Messinstrument, wenn es um gesellschaftliche Trends geht. 2022 registrierte die Suchmaschine vor allem eins: den Wunsch nach Veränderung.

Die Phrase „can I change …” wurde im vergangenen Jahr so oft in die Google-Suche eingegeben, wie noch nie. Ganz oben auf der Change-Agenda steht dabei der Karrierewechsel: „can I change careers“

Diesen Trend beobachtete nicht nur Google. Eine Umfrage unter 2.000 Fachkräfte im Auftrag des Online-Portals meinestadt.de zeigt ebenfalls, dass der Quereinstieg immer mehr zur Norm wird.

Schon 2021 gab jede 4. befragte Fachkraft an, schon einmal in ein anderes Berufsfeld gewechselt zu sein. Rund die Hälfte der übrigen Befragten kann sich zumindest vorstellen, nicht nur den Arbeitgeber, sondern gleich den Beruf zu wechseln.

Die Arbeitnehmer:innen sind bereit, den roten Faden im Lebenslauf hinter sich zu lassen. Du auch?


Eine Analyse

The New Normal: Wechseln, bis es wirklich passt.

Leonie hat Psychologie studiert und berät als Account Managerin bei Workwise Unternehmen aus ganz Deutschland dabei, wie sie passende Mitarbeiter finden und halten. Dabei erlebt sie unmittelbar mit, wie sich der Arbeitsmarkt wandelt.

Der neue Mut der Bewerber:innen, auch Stellen ins Auge zu fassen, die jenseits ihrer Ausbildung und Erfahrung liegen, kommt nicht von ungefähr: „Wir leben in einem Arbeitnehmermarkt, in dem Jobsuchende stark umworben werden. Es gibt also einfach sehr viele Möglichkeiten, sich beruflich neu zu orientieren”, sagt Leonie.

Gleichzeitig sind die Erwartungen an das eigene Berufsleben gestiegen: Für den Großteil der Beschäftigten ist ein gesicherter Lebensunterhalt nicht mehr genug. „Dinge wie Purpose, also das Erfahren von Sinnhaftigkeit, und persönliche Erfüllung spielen im Beruf eine wichtige Rolle”, meint Leonie.

Viele Arbeitnehmer:innen wollen an einer Unternehmensmission beteiligt sein, die sie begeistert und mit der sie sich identifizieren können, sagt sie. Und wenn ihr aktueller Beruf dies nicht bietet, ist ein Quereinstieg eine beliebte Methode, um diesem Ziel näherzukommen.

Quereinstieg ist nicht gleich 2. Wahl

Quereinsteiger:innen sind Personen, die einen Job in einem fachfremden Bereich anfangen. Sie starten also per Definition nicht mit den gleichen Voraussetzungen in einen neuen Job, wie Kandidat:innen, die in dem Beruf ausgebildet sind und bereits in einer ähnlichen Position gearbeitet haben.

Das heißt, die Einarbeitungszeit fällt eventuell länger aus und das Team um die Quereinsteiger:innen sollte zusätzliche Ressourcen einplanen, um die neuen Kolleg:innen optimal zu integrieren.

Aber du solltest Quereinsteiger:innen nicht als bloße Notlösung betrachten, weil sich keine ausgebildete Fachkraft findet.

Tatsächlich können Quereinsteiger:innen ein Unternehmen und ein Team gerade wegen ihres unkonventionellen Hintergrunds bereichern:

  • Ein Quereinstieg ist keine Kleinigkeit. In einem ganz neuen Beruf Fuß zu fassen, verlangt den Kandidat:innen viel Engagement ab. Die Motivation ist also von Beginn an auf einem hohen Level.
  • Wenn Quereinsteiger:innen eine Qualität verbindet, ist es ihre Flexibilität und Lernbereitschaft. Sich in neue Situationen hineinzudenken, ist die Grundvoraussetzung für einen gelungenen Quereinstieg – ein Soft Skill, den du in unserer schnelllebigen Welt nicht überschätzen kannst!
  • Quereinsteiger:innen bringen durch ihren anderen Background neue Perspektiven auf Arbeitsweisen, Prozesse und Produkte mit. Das fördert die Kreativität und die effektive Lösungsfindung im Team.
  • Quereinsteiger:innen entscheiden sich in der Regel sehr bewusst für eine neue Stelle. Deshalb sind sie beruflich oft zufriedener. Und zufriedenere Mitarbeiter:innen bleiben ihrem Arbeitgeber länger treu und sind produktiver, da erzählen wir dir nichts Neues!

„Ich sehe in meinem Team selbst, wie wertvoll Quereinsteiger:innen sind. Meine Kolleg:innen waren zum Teil Fitnesstrainer:innen, Lehrer:innen oder Mechaniker:innen. Jede:r bringt ganz eigene Fähigkeiten mit, die er oder sie im täglichen Umgang mit unseren Kunden einsetzen kann”, erzählt Leonie.

An welcher Stelle können Bewerber:innen quer einsteigen?

Von Quereinsteiger:innen kann das gesamte Unternehmen profitieren und eine inklusivere Unternehmenskultur aufbauen. „Durch ihre verschiedenen Backgrounds und Erfahrungen fördern Quereinsteiger:innen die Offenheit im Unternehmen”, meint Leonie.

Doch es gibt Berufe und Positionen in einem Unternehmen, die besser für Quereinsteiger:innen geeignet sind als andere.

Grundsätzlich ist es in Berufen, in denen eher transferierbare Fähigkeiten als spezifische Fachkenntnisse gefragt sind, einfacher, Quereinsteiger:innen zu integrieren.

Kommunikationsfähigkeit, Kreativität, Verhandlungsgeschick oder auch kritisches Denken sind Skills, die in vielen verschiedenen Berufen zum Tragen kommen und beispielsweise den Quereinstieg in den Kundenservice, Vertrieb, Gastronomie oder auch ins Bildungswesen oder die Pflege erleichtern.

In den Bereichen Medizin, Recht oder im Banken- und Finanzwesen kommt es auf ein tiefes Fachverständnis an und/oder eine lange Ausbildung ist eine Voraussetzung für die Arbeit in diesen Berufen. Daher ist ein Quereinstieg in diesen Fällen deutlich komplizierter.

Darüber hinaus gibt es Berufsfelder, die sich so schnell weiterentwickeln oder sich gerade noch im Entstehen befinden, sodass hier eine Berufsausbildung nicht unbedingt nötig oder überhaupt möglich ist. Hierzu zählen zum Beispiel Jobs, die sich rund um Social Media abspielen, oder auch der IT-Bereich.

„Wer im IT-Bereich wirklich motiviert und interessiert ist, kann sich enorm viel selbst beibringen”, sagt Leonie. „Zudem sind IT-Spezialist:innen durch die digitale Transformation heute in nahezu jedem Bereich gefragt. Ein Quereinstieg kann hier also sehr gut funktionieren, wenn sich die Kandidat:innen schon mit dem Thema beschäftigt haben.”

Auch Workwise hat bereits gute Erfahrungen mit IT-Quereinsteiger:innen gemacht. „Wir haben immer wieder Entwickler:innen im Team, die gar keine IT-Ausbildung oder -Studium haben. Sie hatten sich selbst schon so viel beigebracht und so ein großes Interesse mitgebracht, dass sie heute zu unseren besten Entwickler:innen zählen”, erzählt Leonie.

Quereinstieg bei Workwise? Kein Problem!

Quereinsteiger (m/w/d) – So findest du passende, fachfremde Kandidat:innen

Quereinsteiger:innen gegenüber offen sein, ist die eine Sache.

Einen Quereinstieg in deinem Unternehmen aktiv fördern und gezielt passende Quereinsteiger:innen ansprechen, die andere.

Mit diesen Tipps machst du Quereinsteiger:innen zu einer festen Säule deiner Recruiting-Strategie:

1. Grundlagen schaffen

„Was jedes Unternehmen bedenken sollte: damit Quereinsteiger:innen möglichst schnell eigenständig arbeiten können, braucht es einen strukturierten und gut durchdachten Einlern-Prozess”, sagt Leonie.

Denn ein Quereinstieg kann nur gelingen und sowohl die Kandidat:innen als auch die Unternehmen in ihrer Entwicklung voranbringen, wenn beide Seiten die Herausforderung ernst nehmen und sich einbringen.

Es ist unabdingbar, dass das Onboarding einer erprobten Struktur folgt.

Währenddessen sollten die Quereinsteiger:innen die Möglichkeit haben, sich mit dem Unternehmen, anderen Mitarbeiter:innen und den Arbeitsabläufen vertraut zu machen. Darüber hinaus kannst du gleich fachliche Lernmaterialien bereitstellen, die bei den ersten Schritten im neuen Beruf hilfreich sind.

Unser Best-Practice: Im Rahmen des Pre-Boardings schicken wir den Quereinsteiger:innen schon vor ihrem ersten Arbeitstag Fachbücher, Podcasts oder andere Ressourcen empfehlen. Dies hilft ihnen, sich auf ihre neue Stelle vorzubereiten und stärkt außerdem die Bindung zum Unternehmen.

Dazu erhalten wir regelmäßig positives Feedback!

Der Quereinsteiger oder die Quereinsteigerin sollte eine feste Ansprechperson haben, die ihn oder sie beim Onboarding und der Einarbeitung unterstützt. Aber auch die übrigen Teammitglieder sollten bereit sein, die Quereinsteiger aktiv zu unterstützen, sich über die Schulter schauen zu lassen und Fragen zu beantworten.

Nach der gelungenen Einarbeitung ist es mit dem Lernen nicht vorbei: Erfolgreiche Quereinsteiger:innen sind aller Wahrscheinlichkeit nach ambitioniert, wissbegierig und wollen sich grundsätzlich immer weiterentwickeln.

Wenn du sie langfristig in deinem Unternehmen halten willst, solltest du ihnen beständig die Möglichkeit bieten, sich weiterzubilden und neue berufliche Herausforderungen anzugehen.

Offenheit leben und Quereinsteiger:innen anziehen

Eine offene Einstellung gegenüber unterschiedlichen Bildungswegen und beruflichen Werdegängen im Unternehmen ist die Basis dafür, Quereinsteiger:innen anzusprechen.

Aber damit du sie auch als Zielgruppe für dein Recruiting erschließen kannst, müssen fachfremde, potenzielle Bewerber:innen dies schon in der Stellenanzeige merken.

Hierbei gilt: Show, don’t tell.

Der Zusatz, dass auch die Bewerbungen von Quereinsteiger:innen willkommen sind, ist nicht zielführend, wenn in der gleichen Stellenanzeige ein Studienabschluss mit Fachbezug als Voraussetzung genannt wird.

Deswegen solltest du dich in deiner Stellenanzeige auf Soft Skills fokussieren, die für die Position wichtig sind.

Stelle in den Vordergrund, welche Persönlichkeitsmerkmale gut zu der Position passen, wie die Aufgaben aussehen und was du von den Bewerber:innen erwartest.

Es sollte nicht um formelle Abschlüsse gehen, sondern darum, welche Aufgaben eine Person in der Zukunft erfüllen können wird.

Rücke zusätzlich eure Weiterbildungsangebote in den Vordergrund und betone, wie das Unternehmen die Quereinsteiger:innen dabei unterstützt, fachliche Qualifikationen während der Beschäftigung zu erlangen.

Um keinen Zweifel zu lassen, dass Quereinsteiger:innen willkommen sind, kannst du den Begriff auch direkt in den Titel der Stellenanzeige aufnehmen.

Alternativ kannst du auch dieselbe Stelle mit 2 verschiedenen Stellenanzeigen ausschreiben: Eine auf Quereinsteiger:innen zugeschnitten und eine, die sich explizit an Fachpersonen richtet.

Unser Beispiel: Buchhalter Personal und Entgeltabrechnung in Teilzeit (w/m/d)

Für unser Team sind wir auf der Suche nach einer Person, die uns bei der Lohnbuchhaltung unterstützen kann. Mit der Stellenanzeige wollen wir uns explizit auch an Quereinsteiger:innen richten.

Unser Erfolgsrezept:

  • Sprich Quereinsteiger:innen ganz gezielt an – wortwörtlich!
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  • Betone Weiterentwicklungsangebote und beschreibe, wie die berufliche und persönliche Entwicklung der Mitarbeiter:innen gefördert wird:
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  • Make a Statement: Für uns ist Diversität im Team eine Priorität. Damit sich alle willkommen fühlen, schreiben wir das zum Abschluss jeder Stellenanzeige auch aus:
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Mit Active Sourcing Quereinsteiger:innen zeigen, wie gut sie zur Stelle passen.

Für Quereinsteiger:innen gibt es keine spezielle Nischenjobbörse. Du kannst auch nicht unbedingt davon ausgehen, dass potenzielle Quereinsteiger:innen für deine offene Stelle bereits wissen, wie gut sie zu deinem Job passen würden.

Hilf deinen potenziellen Bewerber:innen auf die Sprünge, indem du sie aktiv auf ihre Möglichkeiten in deinem Unternehmen hinweist.

Von A wie Active Sourcing bis Z wie Zusage – erfahre alles über die aktive Kandidatenansprache

Du kannst zum Beispiel Karrierenetzwerke wie LinkedIn oder Xing nutzen, um gezielt nach Personen Ausschau zu halten, die durch ihre Profile, Posts und Interessen zeigen, dass sie gut ins Team und zur Stelle passen würden.

Mit Björns Hacks geilere Active-Sourcing-Nachrichten an Quereinsteiger:innen schreiben

Björns Mission ist: „Active Sourcing in Deutschland ein bisschen geiler machen.”

Angefangen beim Hamburger Unicorn About You. Denn dort hat er 2019 den Bereich Active Sourcing, den er heute als Teamlead betreut, aus dem Boden gestampft.

Seine Herangehensweise dabei: unkonventionell.

Von Buchstaben-Mixer bis Reminder-Meme – Björns kreative Ideen sorgen dafür, dass seine Active-Sourcing-Nachrichten gelesen werden.

In der neuen Folge Recruiting Talk erklärt er, worauf es dabei ankommt:

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Fazit: „Can I change careers” … in deinem Unternehmen?

Leonies Erfahrung nach, sind insbesondere die Unternehmen offen für Quereinsteiger:innen, die nicht ausreichend Bewerbungen von ausgebildeten Fachkräften erhalten.

Sie sagt: „Grundsätzlich gilt: je weniger Fachkräfte, desto offener sind Unternehmen für Quereinsteiger:innen.”

Dies sollte aber nicht der einzige Grund für dich sein, Quereinsteiger:innen stärker in den Fokus deiner Recruiting-Strategie zu rücken.

Die Zeiten der linearen Lebensläufe sind vorbei: Arbeitnehmer:innen wollen heute ihre Karrieren flexibel gestalten, sich beruflich neu erfinden und sich beruflich uns persönlich weiterentwickeln.

Schon jetzt ist der Quereinstieg keine Seltenheit mehr.

Und mit der fortschreitenden Digitalisierung, die so schnell wie noch nie neue Beschäftigungsfelder schafft, und dem Druck durch den Fachkräftemangel, der in vielen Branchen spürbar ist, sind Quereinsteiger:innen die Zukunft.

Der Trend wird noch stärker dahin gehen, die eigenen Fähigkeiten auf die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche zu übertragen.

Gehe jetzt auf den Wunsch der Kandidat:innen, sich in neue Richtungen weiterzuentwickeln, ein. So stellst du sicher, dass du in Zukunft erfahrene und anpassungsfähige Mitarbeiter:innen in deinem Team hast.

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Unsere Quellen:


Leonie Tholey

Unsere Expertin Leonie Tholey

Account Managerin

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Lisa Schlegel

Lisa Schlegel

Content Marketing Managerin

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Veröffentlicht am 07.06.2023, aktualisiert am 28.08.2023