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Softwareentwickler finden: Der Guide fürs IT-Recruiting [2022]

Gute Softwareentwickler und Entwicklerinnen zu finden ist nicht einfach. Laut einer Umfrage von Stack Overflow aus dem Jahr 2018 wünschen sich zwar 70% der Software Developer in Deutschland neue Herausforderungen und sind offen für einen Jobwechsel, jedoch sind nur etwa 10% von ihnen aktiv auf der Suche.

Dieser Umstand macht es Recruitern schwer, passende Arbeitskräfte zu finden – der Markt ist hart umkämpft, die Bewerberzahl vergleichsweise niedrig. Die oben erwähnten „Standby-Kandidat:innen” bieten hierbei großes Erfolgspotenzial, sind jedoch schwer zu erreichen.

Wir zeigen dir wie du das am besten anstellst und was du dabei beachten musst.

Du suchst gute Softwareentwickler:innen? Finde sie jetzt.

Inhalt

Gute Softwareentwickler finden ist schwer

In Zeiten der stetig fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung nahezu aller Lebensbereiche gewinnt der Beruf des Softwareengineers immer mehr an Bedeutung – schließlich ist mittlerweile fast jedes Unternehmen, ob Startup oder Großkonzern, auf verschiedenste Softwarelösungen angewiesen. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach guten IT-Arbeitskräften in den letzten Jahren gestiegen ist.

Doch wie schon erwähnt, sind die wenigsten von ihnen aktiv auf der Suche. Laut Stack Overflow wünschen sich zwar die meisten neue Herausforderungen und sind offen gegenüber neuen Stellenangeboten, jedoch möchten sie von den Unternehmen angesprochen werden, beziehungsweise selbst aus verschiedenen Angeboten wählen.

Besonders gute Programmierer und Programmiererinnen wissen um ihren Wert und lassen sich gerne finden anstatt selbst nach neuen Jobs zu suchen. Sie warten auf Angebote und picken sich dann das vielversprechendste heraus – verkehrte Welt also.

Aber wie auch in der freien Marktwirtschaft regeln auch auf dem Arbeitsmarkt Angebot und Nachfrage die Machtverhältnisse zwischen den Parteien. Und in diesem Fall hast du als Unternehmen leider oft die schwächere Position.

Deswegen heißt es für dich: interessante Kandidat:innen aufspüren, sie auf dem richtigen Weg kontaktieren und sich mit den richtigen Argumenten von anderen Unternehmen abheben.

Der IT-Recruitment Guide – die Strategie

Entwickler:innen gesucht: In unserem IT-Recruitment Guide erfährst du alles Wichtige, damit du die heißbegehrten Programmierer:innen finden und einstellen kannst.

Die erste Hürde: Wie findest du interessante Arbeitskräfte? Keine einfache Sache, schließlich machen nur wenige Softwareentwickler aktiv auf sich aufmerksam.

Aktiv statt passiv: Programmierer finden

In Karrierenetzwerke wie Xing und LinkedIn nutzen Recruiter Active Sourcing, um gezielt nach Kandidaten zu suchen. – eine direkte Ansprache ist auch der beste Weg, um Software Developer zu finden.

Neben Xing und LinkedIn ist es sinnvoll, spezifizierte IT-Portale – auf denen vor allem IT-Talente unterwegs sind – zu durchsuchen. Das können spezielle Hochschulgruppen und Softwareforen sein, aber auch persönliche Kontakte und Empfehlungen von Angestellten sind in diesem Fall hilfreich.

Beschränke dich bei der Suche nicht nur auf inländische Kandidat:innen: Gerade durch die Konkurrenz mit großen Konzernen, die hohe Gehälter zahlen, solltest du auch ausländische Programmierer und Programmiererinnen in Betracht ziehen.

Wichtig: Viele Recruiter machen den Fehler, vielen passabel wirkenden Fachkräften die gleiche Nachricht zu schicken, in der Hoffnung besonders viel Rückmeldung zu erhalten – genau das ist aber nicht effizient.

Am besten schreibst du nur den Kandidat:innen, deren Profil besonders gut auf die ausgeschriebene Stelle passt und zeigst, warum sie besonders gut zu deinem Unternehmen passen würden.

Vorteile von Active Sourcing bei der Suche von Softwareentwicklern:

  1. Mehr IT-Fachkräfte erreichen: Wie bereits erwähnt, scheuen Softwareentwickler die klassischen Jobbörsen und begeben sich selten aktiv auf Arbeitgebersuche. Active Sourcing ist eine gute Möglichkeit, an Fachleute zu kommen, die du sonst in anderen Kanälen nicht erreicht hättest.
  2. Time-to-Hire verkürzen: Die Kosten für eine Stellenanzeige sind meist hoch und es vergehen teilweise Monate bis sich eine passende Person gemeldet hat. Die direkte Ansprache ist zielgerichteter und spart dir Zeit und Kosten. Laut Stack Overflow müssen für eine offene IT-Stelle nur etwa 43 Menschen angesprochen werden, bis die Stelle erfolgreich besetzt wurde.
  3. Den eigenen Talent Pool erweitern: Hast du interessante Personen gefunden, die aber nicht ganz optimal auf die freie Stelle passen oder vorerst abgesagt haben? Das muss kein Rückschlag sein. Sammel vielversprechende Kandidat:innen in einem Talent Pool – speziell für IT-Fachleute – um zu einem späteren Zeitpunkt auf diese zurückgreifen zu können.

Hast du erstmal gute Kandidat:innen gefunden, stehst du vor dem nächsten Problem: Die richtige Kontaktaufnahme. Laut Stack Overflow möchten die meisten Softwareentwickler und Softwareentwicklerinnen per Mail an ihre Privatadresse über passende Jobangebote informiert werden – die wenigsten sind dagegen an Angeboten über Social Media Kanäle interessiert.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen: Dieses Prinzip funktioniert tatsächlich gut. Übrigens nicht nur bei Softwareentwickler:innen – wir kontaktieren interessante Menschen (egal welcher Fachrichtung) grundsätzlich per Mail, da wir bei dieser Methode die höchste Erfolgsquote beobachten konnten.

Personalvermittlungsfirmen

Kontaktanfragen über Social Media stehen auch wir kritisch gegenüber, da diese sehr aufwendig und kostspielig sind, gleichzeitig aber keinen allzu großen Erfolg versprechen. Eine viel effizientere Methode ist beispielsweise das Zurückgreifen auf Personalvermittlungsfirmen.

Diese haben schon eine gute Auswahl an potenziellen Arbeitskräften, die auf gute Angebote warten und leicht zu kontaktieren sind. Da diese schon vorab mit dem jeweiligen Personalvermittlungsunternehmen kooperieren, ist hier schon ein hohes Maß an Vertrauen und Bereitschaft da – was deine Erfolgschancen enorm erhöht.

Workwise verfügt über einen besonders großen Pool aus gut ausgebildeten Softwareentwicklern, aus denen du geeignete Kandidat:innen heraussuchen kannst. Da wir deinen gesamten Recruitingprozess bis zum Bewerbungsgespräch übernehmen und die Vermittlungsprovision erst bei erfolgreicher Anstellung des neuen Teammitglieds fällig wird, ist diese Art der Mitarbeitersuche eine der effizientesten und kostengünstigsten.

Tools wie GitHub nutzen

Was ist GitHub? GitHub ist eine Plattform, auf der Entwickler und EntwicklerinnenOpen-Source-Codes untereinander teilen. Diese arbeiten innerhalb eines Projekts gemeinsam an einem Code und stellen ihren eigenen Code frei zur Verfügung, der von anderen optimiert, verändert oder genutzt werden kann. Entwickler nutzen GitHub sowohl privat als auch auf der Arbeit.

Die Fachbegriffe auf GitHub

  • Repository: Code-Eintrag auf Github
  • Forks: Codes, die der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Andere Entwickler können daran arbeiten, ohne dass der ursprüngliche Code überschrieben wird.
  • Pull-Request: Verbesserungsvorschlag für den Code des Urhebers

Achte als Recruiter auf die Aktivität eines Entwicklers:

  • Arbeiten sie häufig an einem Fork?
  • Stellen sie oft einen Pull-Request?
  • Benutzt ein Entwickler eine Sprache, die Bestandteil deines Tech Stacks ist?

Das sind Anzeichen dafür, wie gerne eine Person programmiert und welche Sprachen er oder sie beherrscht – wichtige Signale für IT-Recruiter, die Programmierer suchen.

Auch hier gilt: Mit einer individuellen Nachricht hast du den größten Erfolg. Als Recruiter findest du auf GitHub Spezialisten zu Programmiersprachen, die Teil deines Tech Stacks sind.

Tech Stack in die Karriereseite einbauen

Gerade wenn du besonders talentierte Software Developer finden und anwerben möchtest, musst du dich auf große Konkurrenz gefasst machen. Daher solltest du dir genau bewusst machen, worauf Softwareentwickler bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitsplatzes Wert legen und diese bei ihrem Angebot direkt ansprechen.

Tech Stack? Was ist das überhaupt?

Unter dem Begriff Tech Stack werden alle in einem Unternehmen oder einem Projekt genutzten Technologien zusammengefasst.

Tech Stack steht kurz für Technology Stack und heißt übersetzt sowas wie Technologiebestand. Dazu gehören also Programmiersprachen und Frameworks, mit denen in deinem Unternehmen tagtäglich gearbeitet wird.

Logischerweise ist der Tech Stack dynamisch. Das bedeutet: Je nach Bedarf wird eine neue Programmiersprache, ein neues Feature oder eine neue Technologie eingeführt.

Höchste Priorität für Entwickler bei der Jobsuche haben laut Stack Overflow die Technologien, mit denen sie arbeiten werden. Wichtig für dich ist es, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Wobei vor ein paar Jahren noch Java die Top-Programmiersprache war, wurde diese mittlerweile abgelöst von Python.

Versuche, deine Systeme immer modern zu halten – auch wenn das vielleicht erstmal eine Umstellung bedeutet. Stelle dafür zum Beispiel einen kostenlosen Python-Kurs in Aussicht – das könnte durchaus deine Attraktivität als Unternehmen steigern.

Was heißt das jetzt für die Karriereseite?

Die Karriereseite ist das Aushängeschild deines Unternehmen. Wenn sich jemand Interessiertes aus dem IT-Bereich über dein Unternehmen informiert, sollte er oder sie einen Überblick über alle wichtigen Informationen bekommen. Während Unternehmen sich zu Genüge über Unternehmenskultur und Arbeitsatmosphäre auslassen, werden viele fachlichen Inhalte nicht genügend hervorgehoben – wie zum Beispiel der Tech Stack.

  • Welche Tech Stack nutzt du momentan in der IT-Abteilung?
  • Welche Sprachen, Frameworks und andere Technologien hast du vor in Zukunft zu nutzen?
  • Welche Kenntnisse in den Programmiersprachen sind für die offene Stelle dringend notwendig? Und welche können “on the job” gelernt werden?
  • Wie kannst du Entwickler und Entwicklerinnen dabei unterstützen, neue Sprachen zu lernen?

Das Arbeitsumfeld beziehungsweise die Unternehmenskultur, sowie die Vergütung und Zusatzleistungen spielen ebenfalls eine große Rolle bei der Arbeitsplatzwahl. Bei letzterem ist Softwareentwicklern neben der Zahlung von Boni auch eine betriebliche Krankenversicherung wichtig.

Aktienpakete, Fitnesskurse und Kinderbetreuungsgeld sind zwar ein nette Benefits – diese sind aber meistens nicht für jeden Angestellten ein Grund sich für dein Unternehmen zu entscheiden. Auch mit firmeneigenen Mahlzeiten und Snacks kannst du potenzielle Bewerber:innen nur schwer überzeugen.

Biete ihnen also am besten statt vielen kleinen Zusatzleistungen lieber ein höheres Gehalt und beispielsweise erfolgsabhängige Boni.

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Employer Branding auf der Karriereseite einbinden

Die Arbeitgebermarke auf der eigenen Karriereseite aufzupolieren, ist natürlich schon Gang und Gäbe. Wenn du aber speziell Programmierer:innen finden willst, sollte es auf deiner Karriereseite eine Sektion geben, die sich auf die Vorteile für diese konzentriert.

Typischer Arbeitstag eines Entwicklers

Zeige – gerne auch originell und mit Bildern – den typischen Arbeitstag von Software Developern in deinem Unternehmen. Auch ausführlichere Beschreibungen von derzeitigen Projekten und Aufgaben kommen gut an. Bei diesem Punkt kannst du auch nochmal auf flexible Arbeitszeitmodelle, wie Gleitzeit und Homeoffice eingehen.

Organisationsstruktur transparent machen

Wie viele Entwickler:innen arbeiten an einem Projekt? Wie ist die Verantwortung innerhalb des Projekts verteilt? Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Solche Fragen kannst du bereits auf deiner Karriereseite beantworten. Damit schaffst du Vertrauen bei potentiellen Bewerber:innen.

Lernkultur

Wie bereits festgestellt, ist für Programmierer und Programmiererinnen die Tech Stack von größter Bedeutung. Wenn du GitHub verwendest, Weiterbildung in der IT und allgemein Arbeitszeit für Learnings einplanst, machst du dein Unternehmen schon um einiges attraktiver.

Beispiel: Bei Workwise können Mitarbeiter 10% ihrer Arbeitszeit für Learnings nutzen.

Stellenanzeige für Softwareentwickler schreiben

Wie oben schon erwähnt, empfehlen wir eher eine Kontaktaufnahme per Mail. Dennoch kann in vielen Fällen eine zusätzliche Stellenanzeige nicht schaden. Aber egal ob E-Mail oder Stellenanzeige – in beiden Fällen gilt es die Bedürfnisse von Softwareentwicklern zu berücksichtigen und die für sie relevantesten und überzeugendsten Informationen einzubauen.

Hier erfährst du, was du beim Schreiben einer Stellenanzeige beachten musst und wie du sie optimal gestaltest.

Laut Stack Overflow wünschen sich die meisten Entwickler vor allem Details zu den verwendeten Technologien. Wenn du eine der beliebtesten Programmiersprachen verwendest – so hebst du diese besonders hervor.

Verwendest du allerdings eher unbeliebte Sprachen, solltest du versuchen diesen Umstand in ein besseres Licht zu rücken, zum Beispiel indem du einen Python-Kurs anbietest oder einen Wechsel auf andere Programmiersprachen in Aussicht stellst.

Auch wünschen sich viele Befragte gut ausgeführte Argumente, warum dein Unternehmen und die angebotene Stelle zu deren Wünschen und Bedürfnissen passt.

Dies geht natürlich am besten bei einer persönlichen E-Mail, wenn du dich über den genauen Werdegang der Person informiert hast.

Aber auch in einem Stellenangebot könntest du versuchen, zwar generelle, aber auf die Bedürfnisse eines Softwareentwicklers zugeschnittene Argumente aufzuführen.

Kurz und knapp, worauf du achten solltest:

  • Stellenprofil schärfen: Nach welchen Qualifikationen, Fertigkeiten und Soft Skills suchst du?
  • Deine Vorteile und Entwicklungsmöglichkeiten darstellen: Unternehmenskultur, Arbeitsumfeld und Zusatzleistungen.
  • Stellenanzeige für die Suchmaschinen optimieren und auf verschiedenen Kanäle verbreiten.
  • Auch auf ausländischen Jobbörsen, besonders in Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, die Stellenanzeige posten.

Klingt aufs Erste einfach, ist aber komplex, wenn man es richtig machen möchte.

Wenn der Inhalt der Stellenanzeige nicht präzise genug ist, die Benefits nichts ausführlich erklärt sind, sie unübersichtlich strukturiert oder gar diskriminierend geschrieben ist, schreckt das gute Bewerber:innen direkt ab.

Der Erfolg deiner Stellenanzeige kann aber nicht nur am Inhalt scheitern, sondern auch an der Verbreitung auf den falschen Kanälen.

Wenn du nach guten Softwareentwickler:innen suchst, hast du bei den allgemeinen, großen Jobbörsen wenig Erfolg. Im schlechtesten Fall schaltest du die Stellenanzeige auf diversen Jobbörsen, die deine Zielgruppe nicht erreicht und hast dadurch hohe Kosten, aber keine Bewerber.

Du bist dir nicht sicher, welche Jobbörsen deine Zielgruppe verwendet? Mithilfe eines A/B-Tests kannst du es herausfinden.

Workwise weiß, wie eine gute Stellenanzeige aussehen muss und auf welchen Kanälen die verschiedenen Zielgruppen unterwegs sind. Wir optimieren die Stellenanzeige für Suchmaschinen, sodass du von möglichst vielen Interessierten leichter gefunden wirst.

Gleichzeitig verteilen wir deine Anzeige auf hunderten Kanälen – von Jobbörsen über Karriereseiten bis hin zu Universitäten und Hochschulgruppen. Auch aus unserem stetig wachsenden Talent Pool wählen wir passende Kandidat:innen aus und machen sie per Mail auf das Stellenangebot aufmerksam. So haben wir schon einige Softwareentwickler und Softwareentwicklerinnen erfolgreich vermittelt.

Alternativer Tipp einer Expertin: Personalentwicklung statt neues Personal

Dr. Isabel Ungerer ist Geschäftsführerin von S-TEC Innovation Services GmbH, einer Personalberatungsfirma mit MINT-Schwerpunkt. Außerdem ist sie Personalberaterin am Fraunhofer Institut in Stuttgart.

Eine ihrer Hauptaufgaben besteht darin, Verantwortliche aus der Personalabteilung rund ums Thema Recruiting im MINT-Bereich zu unterstützen.

Sie kennt die Probleme, mit denen Recruiter bei der Suche nach Softwareentwicklern konfrontiert sind.

Durch die Digitalisierung würden sich immer wieder neue Bereiche in der Softwareentwicklung ergeben, für die erstmal Fachpersonal ausgebildet werden müsste. Sie ist der Meinung, Personalverantwortliche sollten sich vielmehr als Ausbilder:innen statt als Recruiter sehen.

„Man fischt nicht in einem großen Pool wie bei Marketing, sondern es gibt nicht viele Softwareentwickler. Man muss ein vertieftes Studium anbieten und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten. Die Studiengänge für neue Technologien gibt es auch noch nicht.“

Isabel Ungerer, Geschäftsführerin S-TEC Innovation Services

Einen der größten Fehler, die Angestellte der Personalabteilung machen würden, bestünde darin, nicht genug in Weiterentwicklung zu investieren. Eine Arbeitskraft könne in einem Jahr viel lernen. „Man braucht Mut und Wissen, dass die eigenen Weiterbildungen gut sind“, so Isabel Ungerer.

Bewerbungsprozess bei Entwicklern: Darauf musst du achten

Darin sind sich viele Recruiter einig: Das Anschreiben ist eine längst überflüssige Reliquie. Nur aus besonders guten Anschreiben – was aber eher die Ausnahme darstellt – lassen sich für Recruiter Informationen rausziehen.

Auch wir bei Workwise sind der Meinung, dass ein förmliches Anschreiben nicht mehr zu einem modernen Bewerbungsprozess dazugehört. So haben wir das gelöst: Bevor du jemanden zum Gespräch einlädst, stellst du den Bewerbenden über unserer Plattform erste wichtige Fragen, die sie oder er in einem kurzen Text beantworten kann.

So erhältst du genau die Informationen, die für eine Vorauswahl benötigt werden und die Kandidat:innen werden nicht durch den hohen Aufwand eines Anschreibens abgeschreckt.

Auch der Lebenslauf gerät mittlerweile in die Kritik. Gehört ein Lebenslauf zwingend zu den Bewerbungsunterlagen? Für manche Branchen sicherlich, bei Entwickler:innen kannst du allerdings auf Anschreiben und Lebenslauf in gewissem Maße verzichten.

Nochmal: Gute Softwareentwickler suchen sich in einer Vielzahl von Angeboten ihren Arbeitsplatz raus. Du musst erstmal attraktiv für Entwickler sein – nicht andersrum. Da Programmierer:innen sowieso nur ungern aktiv auf Jobsuche gehen, solltest du ihnen jeden Mehraufwand abnehmen, vor allem wenn er nicht unbedingt notwendig ist.

Für gewöhnlich stecken Entwickler und Entwicklerinnen auch privat gerne Zeit in die IT – sei das durch Programmierprojekte auf GitHub, Betreuen von Webseiten, selbstständiges Lernen neuer Programmiersprachen, Schneiden von Videos oder Ähnliches.

Ein Lebenslauf konzentriert sich hingegen nur auf die berufliche und akademische Laufbahn und lässt damit vieles außen vor.

Deswegen raten wir Recruitern, die Programmierer und Programmiererinnen einstellen wollen, über den Tellerrand hinaus zu blicken und nicht nur auf die Hard Facts im Lebenslauf zu achten.

„Die meisten Entwickler bezeichnen sich zumindest teilweise als Autodidakten. Die Forderung einer formalen Ausbildung kann Entwickler abschrecken, die eigentlich das notwendige Knowhow mitbringen. Wir haben genauso wie einige unserer Kunden sehr gute Erfahrungen mit Mitarbeitern gemacht, die als Entwickler quereingestiegen sind und nicht über ein Studium oder eine Ausbildung im IT-Bereich verfügen“

Martin Trenkle, CEO Workwise

Das Vorstellungsgespräch

Du solltest einen besonders guten Eindruck bei den Kandidat:innen hinterlassen. Achte deshalb darauf, die Regeln für eine gute Candidate Experience einzuhalten.

Software Developer schätzen es, wenn sie bei dem ersten Gespräch gleich mit einem Verantwortlichen aus der IT-Abteilung reden können. Ob du einen Angestellten aus der Projektleitung für Vorstellungsgespräche entbehren kannst, musst du allerdings intern klären.

Klar ist, dass der Fachaustausch bei Programmierern gut ankommt.

Wichtig: Wenn du dich dafür entscheidest, dass der Senior Entwickler beim Gespräch dabei sein soll, braucht er noch einen Crash-Kurs in Sachen Gesprächsführung. Spreche im Entwicklungsteam ab, welche Soft Skills und Hard Skills das neue Teammitglied mitbringen sollte.

Stellvertretend für sein Team kann der Senior Entwickler dann selbst entscheiden, ob es passt oder nicht.

Code Test im Bewerbungsprozess

Code Tests sind bei Recruitern beliebt, um die Eignung von Bewerbenden festzustellen. Laut Stack Overflow, mache es aber einen Unterschied, ob es sich um aktive oder passive Bewerber:innen handelt.

Logisch: Wenn du eine Person auf LinkedIn gefunden und angeschrieben hast, bist du eher in der Bittsteller-Position, als wenn sich jemand direkt bei dir bewirbt.

Dass es zu einem Coding-Test im Laufe des Bewerbungsgespräch kommt, erwarten grundsätzlich auch Entwickler:innen.

Das gilt es zu beachten:

  • Dauer: Ein Programmiertest sollte nicht länger als eine Stunde gehen. Das spart beiden Seiten Zeit.
  • Unterscheidung zwischen Junior und Senior Entwickler: Einsteiger:innen sind eher bereit, einen Coding-Test zu absolvieren, während Entwickler und Entwicklerinnen mit Berufserfahrung solchen Tests eher abgeneigt sind. Lasse Senior Entwickler:innen lieber ihre eigenen Projekte vorstellen oder prüfe die Eignung in einer technischen Fragerunde.
  • Link zum Test integrieren: Im besten Fall sollten Kandidat:innen einen Link zum Coding-Test erhalten, der sich dann automatisch nach einer gewissen Zeitspanne schließt.
  • Computer mit Internetzugang zur Verfügung stellen: Bei Code-Fehlern suchen Programmierer oder Programmiererinnen gerne mal im Forum ihrer Wahl nach einer Lösung. Da die Zeit streng bemessen ist, verliert der Coding-Test dadurch auch nicht seinen Anspruch.
  • Den Programmiertest selbst mit der IT-Abteilung ausarbeiten: Vor allem wenn du Internetzugang zur Verfügung stellst, hast du auch nichts davon, wenn die Kandidat:innen denselben Test online finden. Er ist so außerdem besser auf die Ansprüche auf die Stelle zugeschnitten.

Bis es zu Vorstellungsgespräch und Coding-Test kommt, ist es ein mühseliger Weg, gute Software Developer erstmal auf sich aufmerksam zu machen und sie anschließend auch zu einer Bewerbung zu bewegen.

Workwise verfügt über einen großen Pool an gut ausgebildeten Softwareentwicklern, die du alle mit einem Mausklick zum Bewerbungsgespräch einladen kannst. Und das so lange, bis du die passenden Teammitglieder gefunden hast. Das Beste: Erst wenn du diesen erfolgreich eingestellt hast, fällt eine festgelegte (und vom Aufwand unabhängige) Erfolgsprämie ab.

Und um dein Risiko auf ein absolutes Minimum zu senken, hast du darüber hinaus noch eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

Interesse? Oder Fragen? Dann vereinbare jetzt ein kurzes (und natürlich ebenfalls kostenloses) Telefonat mit uns.

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Veröffentlicht am 24.12.2021, aktualisiert am 10.08.2022

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