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Recruiting Trends: 2023 erfolgreich Mitarbeiter:innen finden

Das Jahr 2023 wird für Recruiter:innen nicht einfach: Der Fachkräftemangel macht es immer schwieriger, passende Kandidat:innen zu erreichen, und zwingt Personaler:innen zum Umdenken. Gleichzeitig steht Deutschland eine Rezession bevor und viele Recruiter:innen werden mit weniger Ressourcen auskommen müssen.

Wie kannst du in dieser Situation trotzdem die neuen Teammitglieder finden und überzeugen, die dein Unternehmen für eine erfolgreiche Zukunft braucht?

In diesem Artikel wollen wir dir zeigen, worauf es 2023 bei der Personalsuche ankommt. Deswegen stellen wir dir 8 Recruiting Trends für 2023 vor, an denen du dich orientieren kannst:


Eine Übersicht

Die Ausgangslage: Was erwartet Recruiter:innen 2023?

Während 2021 das Thema Corona den Arbeitsalltag noch fest im Griff hatte, sind 2022 andere Krisen in den Vordergrund gerückt: Der Krieg in der Ukraine hat uns erschüttert und gerade im Winter stellt uns die Energieknappheit wirtschaftlich vor große Herausforderungen.

Doch trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation ist die Nachfrage nach Arbeitskräften ungebrochen und der Fachkräftemangel zieht immer weiter an.

Auch 2023 wird sich die Lage aller Voraussicht nach nicht entspannen: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat erst Ende November errechnet, dass bis 2035 in Deutschland rund 7 Millionen Fachkräfte fehlen werden. Gleichzeitig gehen die sogenannten Wirtschaftsweisen davon aus, dass uns 2023 eine ausgewachsene Rezession erwartet.

2023 kommen also zwei Herausforderungen auf das Recruiting zu: Zum einen wird die Suche nach passenden Kandidat:innen immer aufwendiger und zum anderen dürfte aufgrund der geringeren Wirtschaftsleistung in vielen Unternehmen weniger Budget für das Recruiting bereitstehen.

Die Recruiting Trends 2023 zielen darauf ab, dieser Doppelbelastung gerecht zu werden, indem das Recruiting stärker an den Wünschen und Bedürfnissen der Arbeitnehmer:innen ausgerichtet und gleichzeitig effizienter wird.

8 Recruiting Trends für 2023

1. Recruiting Trend: Mitarbeiterbindung in den Fokus rücken

Die Wechselbereitschaft nimmt unter den deutschen Arbeitnehmer:innen immer weiter zu. Insbesondere jüngere Beschäftigte fühlen sich laut einer aktuellen Studie von EY ihren Arbeitgeber:innen immer weniger verbunden und sehen sich in den meisten Fällen in fünf Jahren in einem anderen Unternehmen.

Daher besteht ein wichtiger Recruiting Trend 2023 darin, die Mitarbeiterbindung gezielt zu stärken. So kannst du eine erhöhte Fluktuationsrate vermeiden und dein Recruiting-Budget auf die Stellen konzentrieren, die neu entstehen.

Worauf kommt es den Arbeitnehmer:innen an? Wir haben aktuelle Studien zur Mitarbeiterbindung ausgewertet.

Ein wichtiger Aspekt, den du nicht vernachlässigen solltest, wenn du die Mitarbeiterbindung in deinem Unternehmen verbessern willst, ist die mentale Gesundheit. Schon seit Beginn der Corona-Pandemie werden Gesundheitsangebote, die durch das Unternehmen angeboten und gefördert werden, immer mehr geschätzt.

Aber um einem Burn-out und um Überlastung vorzubeugen, solltest du nicht nur auf Unterstützungsangebote setzen, sondern auch ein Umfeld schaffen, in dem jeder und jede Mitarbeiter:in am besten arbeiten kann. Sofern dies möglich ist, solltest du die Arbeit aus dem Homeoffice sowie flexible Arbeitszeiten ermöglichen. So stellst du sicher, dass die Mitarbeiter:innen eine gesunde Work-Life-Balance herstellen können.

2. Recruiting Trend: Upskilling und internes Recruiting

Bevor du deine Stelle öffentlich ausschreibst, solltest du 2023 versuchen, die Position mit Mitarbeiter:innen zu besetzen, die bereits im Unternehmen arbeiten.

Auf diese Weise kannst du auch den Mitarbeiter:innen eine Perspektive bieten, die sich beruflich umorientieren oder weiterentwickeln wollen, und sie langfristig an das Unternehmen binden. In der Befragung durch EY gab der Großteil der Befragten an, sich mehr Aufstiegschancen zu wünschen. Unter den unter 45-Jährigen war der Anteil besonders hoch: Über 60% von ihnen möchten ihre Karriere in Zukunft weiter voranbringen.

Wenn du diesen Recruiting Trend aufgreifst und neue, verantwortungsvolle Stellen durch Upskilling der bestehenden Mitarbeiter:innen besetzt, kannst du außerdem Kosten sparen.

In der Regel ist es einfacher und effizienter, Mitarbeiter:innen intern weiterzubilden und zu coachen, sodass sie höhere Positionen füllen können, als für diese Position ein neues Teammitglied zu finden. Stattdessen kannst du nach dem Aufstieg der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters deren ehemalige Stelle neu besetzen. Denn aufgrund der geringeren Anforderungen an diese Stelle, dürftest du sie schneller besetzen können.

Übrigens: Bei den Trendence Awards 2022 wurde das Projekt „Job Insights" des Autoherstellers Porsche ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine interne Plattform, die es den Mitarbeiter:innen ermöglicht, neue Weiterentwicklungschancen für sich zu identifizieren. Lies jetzt nach, wie Porsche 11 Stellen intern besetzt hat.

3. Recruiting Trend: Soft-Skills als Einstellungskriterien

2023 wird der Trend immer stärker dahin gehen, nicht nach einem konkreten Set an fachlichen Qualifikationen zu suchen, die die Neueinstellungen mitbringen müssen. Stattdessen rücken Soft-Skills im Recruiting immer weiter in den Vordergrund.

Insbesondere dann, wenn dein Unternehmen 2023 nur wenig Budget für die Einstellung neuer Mitarbeiter:innen bereitstellen kann, müssen die neuen Teammitglieder umso besser passen.

Das bedeutet nicht nur, dass sie eine bestimmte Aufgabe erfüllen können müssen. Sondern vor allem, dass sie schnell lernen, Problemstellungen kreativ lösen können und flexibel einsetzbar sind.

Wenn du bereits im Recruiting-Prozess darauf achtest, dass die Kandidat:innen diese Soft-Skills mitbringen, findest du mit hoher Wahrscheinlichkeit die Personen, die das Team am nachhaltigsten unterstützen können.

Eine Rollenbeschreibung kann dir dabei helfen, Kandidat:innen mit passenden Soft-Skills zu finden.

4. Recruiting Trend: Diversity Recruiting

Wenn sich ein Unternehmen klaren Werten verpflichtet und Diversität und Inklusion aktiv fördert, wirkt sich dies positiv auf die Produktivität aus und verbessert auch das Image des Unternehmens als Arbeitgeber.

Stepstone hat 2020 bis 2021 eine Studie zum Thema Diversität und Recruiting durchgeführt. Die Ergebnisse sind eindeutig: 77% der 11.000 Befragten würden sich eher bei einem Unternehmen bewerben, das für gelebte Diversität steht. Tatsächlich zeigte sich in der Befragung, dass Diversität bei der Jobsuche noch relevanter ist als die Familienfreundlichkeit eines Unternehmens oder die gebotenen Karrierechancen.

Allerdings gaben in der gleichen Studie 68% der Befragten an, dass Diversität in ihrem Unternehmen bisher keine oder nur eine kleine Rolle spielt.

So sieht ein gelungenes Diversity Management aus.

Wenn dies auf dein Unternehmen zutrifft, solltest du dir überlegen, ob es nicht 2023 Zeit ist, beim Recruiting und im Arbeitsalltag mehr auf Inklusion zu achten. Auf diese Weise kannst du mehr Bewerber:innen von deinen offenen Stellen überzeugen und verbesserst die Leistungsfähigkeit der Organisation.

5. Recruiting Trend: Employer Branding und Candidate Experience

Employer Branding und Candidate Experience sind als Trend-Begriffe schon längst im Recruiting angekommen. Doch 2023 ist es an der Zeit, diesen Themen noch einmal dediziert Aufmerksamkeit zu widmen.

Der Arbeitsmarkt wandelt sich immer mehr zu einem Arbeitnehmermarkt. Das heißt: Qualifizierten Kandidat:innen stehen viele Optionen offen und sie können sich quasi aussuchen, bei welcher Firma sie arbeiten wollen.

Daher solltest du dich 2023 darauf konzentrieren, was dein Unternehmen einzigartig macht, und gezieltes Personalmarketing betreiben, um diese Botschaft nach außen zu tragen. Durch effektives Employer Branding können sich auch kleine und mittlere Unternehmen im War-for-Talents durchsetzen und neue Mitarbeiter:innen gewinnen.

Nicht nur Konzerne sollten ihre Arbeitgebermarke pflegen, auch KmUs können eine erfolgreiche Employer Brand entwickeln.

Gleichzeitig solltest du sicherstellen, dass der Bewerbungsprozess für die Kandidat:innen eine positive Erfahrung darstellt. Hierbei ist es wichtig, dass der Prozess möglichst reibungslos und schnell funktioniert, dass du die nächsten Schritte im Bewerbungsverfahren transparent kommunizierst und den Bewerber:innen persönliches Feedback gibst.

6. Recruiting Trend: Proaktives Recruiting

Eine weitere Auswirkung der Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt besteht darin, dass weniger potenzielle Kandidat:innen aktiv auf Jobsuche sind. Der Großteil der qualifizierten Fachpersonen befindet sich bereits in einem Beschäftigungsverhältnis, aber ist grundsätzlich offen für andere Jobangebote.

Um diese Kandidat:innen zu erreichen, musst du sie direkt ansprechen, da sie nur selten auf Jobbörsen aktiv nach Stellenausschreibungen suchen: In einer EY-Studie von 2021 gaben zwar beinahe 50% der befragten Arbeitnehmer:innen an, an einem Jobwechsel interessiert zu sein, doch nur 3% schauten sich regelmäßig nach alternativen Stellen um.

Doch obwohl der Anteil der latent wechselbereiten Kandidat:innen immer weiter zunimmt und Active Sourcing bereits von vielen Unternehmen betrieben wird, verfügt 2022 beinahe die Hälfte der Unternehmen in Deutschland über keine Mitarbeitenden, die sich gezielt um die aktive Ansprache passender Kandidat:innen kümmern.

2023 besteht ein Recruiting Trend darin, als Recruiter:in aktiver vorzugehen und für gezieltes Active Sourcing mehr Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Welche Kanäle eignen sich am besten für Active Sourcing? Das haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

7. Recruiting Trend: Data Driven Recruiting

Bei diesem Recruiting Trend geht es darum, Prozesse zu optimieren. Die Grundidee hinter Data Driven Recruiting ist, Entscheidungen nicht auf Grundlage von subjektiven Einschätzungen, sondern von Daten zu treffen.

Wenn du diesen Trend für dich umsetzen möchtest, solltest du einige wichtige Recruiting-KPIs auswählen, die zu deinen Zielen passen. Wenn du zum Beispiel die Kosten senken möchtest, solltest du dir die Cost-per-Hire anschauen und sie im Verhältnis zur Quality-of-Hire bewerten.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Anwendungsmöglichkeiten von Data Driven Recruiting.

8. Recruiting Trend: Automatisierung

Viele der Recruiting Trends 2023 erfordern, dass du mehr Zeit und Arbeit investierst. Doch da wir davon ausgehen müssen, dass das kommende Jahr auch ein Jahr werden wird, in dem die Budgets knapp bemessen sein werden, kommt es vor allen Dingen auf kluges Haushalten an – mit dem Recruiting-Budget und auch mit deiner eigenen Zeit.

In manchen Bereichen ist es notwendig, dass du 2023 mehr investierst. Das könnte zum Beispiel im Active Sourcing, Employer Branding oder der Mitarbeiterbindung der Fall sein.

Doch damit du auch die Möglichkeit hast, dich in diesen Themen zu engagieren, solltest du an anderer Stelle Zeit und Aufwand einsparen.

Viele Routineaufgaben wie beispielsweise die Verwaltung von Personaldaten oder die Durchsicht von eingehenden Bewerbungen nimmt oft einen Großteil der Arbeitszeit von Personaler:innen ein, ohne einen großen Mehrwert zu schaffen.

Deshalb solltest du dir für 2023 vornehmen, so viele Aufgaben wie möglich durch Softwarelösungen zu automatisieren. Du könntest zum Beispiel eine Bewerbermanagement-Software einsetzen, um eingehende Bewerbungen effizienter zu organisieren, oder CV Parsing verwenden, um Lebensläufe schneller zu bewerten.

Welche Software ist die richtige? Hier haben wir eine Übersicht der wichtigsten Bewerbermanagementsysteme für dich.

Zu Beginn musst du vielleicht etwas mehr Zeit einplanen, um das passende Recruiting-Tool für dich zu finden und zu implementieren. Doch auf lange Sicht wirst du auf diese Weise wertvolle Zeit sparen, die du dann für die Dinge nutzen kannst, die 2023 wirklich wichtig sind:

Die passenden Kandidat:innen erreichen, überzeugen und langfristig an dein Unternehmen binden.

Kostenloses Bewerbermanagementsystem mit Workwise

Mit unserem Bewerbermanagementsystem kannst du Jobangebote erstellen und den Bewerbungsprozess an deine Wünsche anpassen. Neben Bewerbungsscores und Kommentarfunktionen erwarten dich noch einige weitere kostenlose Funktionen.

Erfahre jetzt mehr.

Fazit: So bist du 2023 als Recruiter:in erfolgreich

2023 werden Recruiter:innen vor große Herausforderungen gestellt. Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels wird die Personalakquise immer anspruchsvoller und gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt und Recruiter:innen werden vermutlich mit einem knappen Budget arbeiten müssen.

In dieser Situation musst du dich auf das Wesentliche konzentrieren: An welcher Stelle lohnt es sich, Arbeitszeit und Mühe zu investieren und wo kannst du durch gezielte Optimierung und technologische Hilfsmittel Arbeitszeit sparen?

Wenn du frühzeitig planst, worauf du 2023 deinen Fokus legen willst und deine verfügbaren Mittel klug organisierst, kannst du trotz Fachkräftemangel und Wirtschaftskrise erfolgreich passende neue Mitarbeiter:innen finden, die die Zukunft deines Unternehmens sichern.

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Unsere Quellen:

 


Lisa Schlegel

Lisa Schlegel

Content Marketing Managerin

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Veröffentlicht am 07.05.2021, aktualisiert am 14.12.2022

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